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„Einmal noch nach Hause, um mich zu verabschieden“

25. Dezember 2020

Kerstin ist 31 Jahr jung und stolze Mutter eines 8 jährigen Sohnes.

Sie ist schwer an Krebs erkrankt und befindet sich seit mehr als einem Jahr im Krankenhaus. Die Ärzte im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried/I. geben Tag für Tag ihr Bestes, doch der Kampf gegen den Krebs scheint verloren. Ihr Zustand hat sich rapide verschlechtert.

Ihr letzter Wunsch: „Zu Weihnachten, einmal noch nach Hause. Zu ihrem Sohn, ihrem Vater, ihrer Schwester und ihrem Lebensgefährten. Einmal noch Zeit zusammen verbringen, sich in Ruhe zu verabschieden.“

Diesen Wunsch durften unsere Wunscherfüller Martina, Manuela und Florian gestern erfüllen.

Vom Krankenhaus ging es in den Heimatort wo Kerstin zuhause ist. Zwei Schmerzpumpen sorgten ständig dafür, dass sie keine Schmerzen hat. Angekommen wurden wir von der gesamten Familie herzlich willkommen geheißen. Kerstin freute sich nach so vielen Monaten wieder einmal in ihrem Wohnzimmer auf der Couch liegen zu können. Auch ihr Sohn nutzte gleich die Gelegenheit und kuschelte sich zu seiner Mama. Die ersten Tränen flossen. Ihr Vater und ihr Lebensgefährte wichen nicht mehr von ihrer Seite. Die Freude war riesig, dass sie jetzt da ist, doch im Hinterkopf spielte sich leider immer nur ein Gedanke ab.

Unser Wunscherfüller Florian freundete sich gleich zu Beginn mit Kerstins Sohnemann an und spielte mit ihm Uno. Auch zeigte er ihm ein Bild vom kürzlich, gemeinsamen Treffen mit dem „Steyrer Christkindl“ und schwupps…… hatten die Wunscherfüller ein Weihnachtspackerl für Simon. Es war der große, grüne Traktor samt Anhänger, den er sich zu Weihnachten gewünscht hat.

Während Simon unter dem Christbaum mit seinem neuen Traktor spielte, kam auch Kerstins Vater in das Wohnzimmer. Vor vielen Jahren verlor er selbst seine Frau (Kerstins Mama) und jetzt ist sein eigenes Kind schwer krank. Fassungslos saß er neben seinem Kind, hielt ihre Hand und beide schwebten gemeinsam in Erinnerungen.

Nach acht Stunden verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand. Wir mussten die Heimreise antreten. Alles wurde vorbereitet. Die Trage, das Auto, die Infusionen. Es kam zum großen Abschied. Eines ließ sich Kerstin nicht nehmen: Noch einmal ein gemeinsames Familienfoto vor der hauseigenen Weihnachtsgrippe.

Wir durften Kerstin danach wieder ins Krankenhaus bringen. Sie war sehr müde und erschöpft, aber immer ein Lächeln im Gesicht und sehr sehr dankbar.

Wir wünschen Kerstin und ihrer Familie alles Gute.

Es war uns Wunscherfüller eine große Ehre, so eine starke und liebevolle Familie kennen gelernt zu haben.

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