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„Es begann mit leichten Halsschmerzen“

16. November 2020

Mit leichten Schmerzen im Halsbereich ging damals Frau Karin (Name geändert) zu ihrem Arzt. Mit einer Diagnose wendete sich schlagartig ihr Leben.

Nicht Halsweh, sondern ein bösartiger Zungentumor wurde diagnostiziert. Nun sind wenige Wochen vorbei und der Tumor hat sich rasend ausgebreitet. Frau Karin befindet sich auf der Palliativstation im Krankenhaus der Ordensklinikum Linz – Barmherzige Schwestern Elisabethinen in Linz.

Dort wird sie behandelt und das Personal kümmert sich liebevoll um sie. Täglich berichtet sie den Schwestern, wie gerne sie noch einmal nach Hause möchte. Sie lebt bei ihrer Mutter im Haus. Möchte noch einmal alle ihre vielen Katzen sehen, im Wohnzimmer sitzen und Fotoalben von früher durchblättern.

Auch ist es ein großer Wunsch der 61jährigen, dass sie jetzt in der dunklen Jahreszeit ihren Christbaum am Balkon aufbaut und mit einer bunten Lichterkette die Umgebung ins Strahlen bringt.Aufgrund ihrer schweren Erkrankung und der immer häufig auftretenden Blutungen im Rachenbereich war es den Angehörigen nicht möglich, ihrer geliebten Tochter/Mutter diesen einen letzten Wunsch persönlich zu erfüllen.Das Team der Palliativstation jedoch kennt unser Projekt und kontaktierte uns.

Binnen 48 Stunden konnten wir heute den Wunsch erfüllen.Ziemlich zeitig in der Früh ging es für unsere Wunscherfüller Martina, Astrid und Florian nach Linz. Sie holten Frau Karin von der Station ab. Sie war nervös! Konnte die ganze Nacht nicht schlafen! So groß war die Freude, einmal noch nach Hause zu kommen.Während der Fahrt nach Niederösterreich regnete es sehr stark. Doch als wir am Haus unseres Fahrgastes ankamen, hörte es zu regnen auf und die Sonne lachte plötzlich hervor. Frau Karin lachte über das ganze Gesicht, als sie ihr Sohn und ihre Mutter begrüßten.

Es ging in das Haus – in ihr Stockwerk. Da wo Frau Karin immer lebte. Sie blühte auf, lachte und zeigte uns voller Begeisterung ihr Reich.Die Stunden vergingen wie im Fluge und natürlich erfüllten wir ihr auch ihren Wunsch mit dem Christbaum. Ein Christbaum mit mehr als 2 Meter Höhe wurde am Balkon aufgestellt, den sie liebevoll mit der Lichterkette zierte. Es funkelte und glitzerte und die Schmerzen waren für kurze Zeit vergessen.

Nach einigen Stunden mussten wir wieder die Heimfahrt antreten. Es kam der Moment, den wir als Wunscherfüller am meisten hassen. Dieser Moment wo man hilflos mit ansehen muss, wenn sich ein Mensch von seiner Familie verabschiedet. Vom eigenen Sohn, von der eigenen Mutter! Es liefen Tränen, letzte Umarmungen fanden statt und ihre Mutter sagte ihr noch einmal, dass sie sie liebe und immer noch auf ein Wunder hofft.

Danach schlossen sich die Türen von unserem Auto und wir mussten fahren. Frau Karin war erleichtert und bedankte sich sehr oft, dass wir ihr diesen letzten Wunsch noch ermöglicht haben.

Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute!

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